NACHHALTIGKEIT

 

Unsere Umwelt leidet extrem unter der Modeproduktion!

Fast Fashion belastet die Umwelt sogar mehr als der Flugverkehr. 1,2 Billionen Tonnen CO2 werden jährlich durch die Textilproduktion freigesetzt - mehr als alle internationalen Flüge und Kreuzfahrten zusammen. Wenn sich daran nichts ändert, könnte die Textilindustrie laut einer Untersuchung bis zum Jahr 2050 für ein Viertel des CO2-Ausstoßes allein verantwortlich sein. Das liegt größtenteils an der Produktion von synthetischen Fasern und an den langen Transportwegen von der Produktionsstätte bis in den Fast Fashion-Markt. 

Die Produktion von Mode verbraucht extrem viel Wasser und führt sehr häufig zur Verschmutzung von Gewässern und wertvollem Grundwasser. Die Luft wird verschmutzt, der Boden ausgetrocknet und Seen und Flüsse werden vergiftet. Schuld ist der Einsatz von Pestiziden, Düngemitteln, Chemikalien und Erdöl. Giftige Chemikalien landen im Abwasser und damit auch teilweise direkt im Meer – das hat schwere Folgen für Menschen und Tiere. Das Abwasser aus Textilfabriken wird oft ungeklärt in Flüsse geleitet, die nicht nur Menschen als wichtige Wasserquelle dienen, sondern auch Tiere beheimaten, die durch die Verunreinigung bedroht oder ausgerottet werden.

Wichtige Ressourcen werden verschwendet!
Dazu gehören Wasser und Fläche. Beides ist notwendig für die Gewinnung von Lebensmitteln, die dringend gebraucht werden. Stattdessen werden sie für den Anbau von Rohfasern, z.B. für Baumwolle verbraucht.

 

Und das Schlimme daran:

  • Im Durchschnitt wird ein Kleidungsstück nur 4 mal getragen, bevor es aussortiert wird.
  • 20% unserer Kleidung tragen wir nie.
  • Pro Jahr werden weltweit 80 Mrd. neue Kleidungsstücke gekauft, davon 60 pro Person und Jahr in Deutschland.
  • Seit dem Jahr 2000 hat sich die Produktion von neuen Textilien mehr als verdoppelt.
  • Fast Fashion wird immer schneller und schneller. Die Marktführer bieten bis zu 24 Kollektionen jährlich an. Dadurch wird Kleidung zur Wegwerfware. Eine Entwicklung, die nicht sein muss!

Die erschreckenden Fakten

  • Ressourcen
  • Die Herstellung eines einzigen T-Shirts  kostet ca. 2.700 Liter Wasser, eine Jeans kostet sogar ca. 7000 Liter Wasser.
  • Durch die nach Deutschland importierte Baumwolle werden pro Jahr 5.464 Mio. m³ Wasser in der
    Welt verbraucht. Das entspricht pro Kopf einem Wasserverbrauch von 180 Litern am Tag - und das nur für Textilien aus Baumwolle.
  • Der hohe Wasserverbrauch beim Baumwollanbau (3.600-26.900 m³ Wasser pro Tonne Baumwolle) führte unter anderem zum Austrocknen des Aralsees.
  • Die Produktion von Textilfasern benötigte im Jahr 2006 ganze 1,3 Mio. Quadratkilometer Fläche.  
  • 0,8 % des geförderten Erdöls werden aktuell zur Produktion von synthetischen Fasern eingesetzt.
  • Chemikalien
  • Die Textilindustrie macht 30% des Chemikalieneinsatzes weltweit aus und setzt über 20.000 verschiedene Chemikalien ein. Dabei wird bei der Porduktion eines T-Shirts das doppelte bis vierfache des T-Shirt-Gewichts an Chemikalien eingesetzt.
  • CO2
  • Die Textilindustrie verursacht jährlich unvorstellbare 1,2 Billionen Tonnen CO2. - das sind mehr als alle internationalen Flüge und Kreuzfahrten zusammen.
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